Review vom Schweißkurs in der “alten Feuerwache”

Nach einer langen Anmeldezeit konnten wir am Samstag den 12.05.2012  endlich an dem Schweißkurs vom Heino Lonnemann in der Alten Feuerwache in Nippes teilnehmen.

Duese hat das ganze organisiert und darum waren Hannah, Sonja, Roland, Sandra und habo mit dabei.

Die Räumlichkeiten eignen sich hervorragend für die Arbeiten und so konnten wir die Techniken im Elektroden-, Schutzgas- und Autogenschweißen kennenlernen und später auch praktisch an einigen Übungsstücken ausprobieren.

Aber seht doch selbst:

Share

17. Mai 2012  |    |  Misc,Mitglieder,Neues,Workshops  |  » Kommentieren

Ding des Monats Mai 2012: CNC-Pixelburner

Thorin, Mitglied der Dingfabrik, überraschte uns mit einem relativ spontanen Projekt – welches sich großer Beliebtheit erfreut. Aus zwei an sich nicht zusammengehörenden Werkzeugen, die bei uns regelmäßig im Gebrauch sind, schuf er ein neues Tool: Eine Art “Gravier-Brenner”. Mithilfe eines  alten Lötkolben hat er die CNC-Maschine umfunktioniert.

Mit einem selbstgeschriebenen Computerskript lassen sich Bilder in ein 1bit-Raster-Muster umwandeln. Das Bild kann mittels Fräse und Lötkolben nun in ein Stück Holz gebrannt werden. Das Resultat kann sich sehen lassen!

Zusammenbau und Funktionsweise:

1. Benutzt wird ein alter Lötkolben. Dieser wird an die CNC-Halterung montiert und die Lötkolbenspitze in Form gebogen, so dass sie senkrecht auf das eingespannte Material gesetzt werden kann.

2. Um ein Bild auf dem Werkstück umzusetzen, muss erstmal ein sogenannter “G-Code” für die CNC-Maschine generiert werden. Dazu hat Thorin ein kleines Skript in PHP geschrieben (welches er in Kürze veröffentlichen möchte!). Das Skript generiert aus einem Bild ein “1-Bit-Muster”, also ein reines schwarz-weiß Bild. Die schwarzen Teile werden in G-Code umgesetzt und auf die CNC-Maschine übertragen, so dass diese in das Material gebrannt werden können. Das Skript hat auch eine Browser-Preview.

3. An der Halterung des Lötkolbens ist ein Kontaktsensor montiert (an der Stelle, an dem das silberne Blech an die Befestigungsschraube trifft – zu sehen nur im ersten Bild der Galerie). Somit ist der Lötkolben in der Lage, selbstständig seine Position auf dem Werkstück zu erkennen.

4. Dann geht´s los: Die Maschine wird in Betrieb genommen – es werden also die schwarzen Stellen des Bildes durch Brennen auf das Werkstück übertragen – und  man kann zusehen, wie der “Gravier-Brenner” seine Arbeit aufnimmt!

Share

12. Mai 2012  |    |  Ding des Monats,Misc,Neues  |  » 3 Kommentare

Review vom Repair-Café in Köln

Die Mitglieder der Dingfabrik ließen es sich nicht nehmen das erste sogenannte Repair-Café in Köln durchzuführen. Das ist eine Veranstaltung, bei der Geräte repariert werden. Ein klares Zeichen gegen die Weg­werf­ge­sell­schaft, denn das gesparte Geld und gewonnene Wissen kann so besser eingesetzt werden. Obwohl nicht die gesamte Armada an Maschinen- und Werkzeugen der Dingfabrik bei dem Event im solu­tion space am Brüsseler Platz zu Verfügung standen, wurden immerhin von elf angelieferten Geräten acht wieder in Stand gesetzt. Einige Problemlösungen waren durchaus schwierig, wie zum Beispiel ein abgebrochener und steckengebliebener Kopfhörerstecker in einem iPhone!

Wann und wo das nächste Repair-Cafè in Köln sein wird, werden wir hier noch bekanntgeben.

Share

5. Mai 2012  |    |  Misc,Werkstatt  |  » 1 Kommentar

Dingfabrik-Projekte auf dem Advance Hackathon 2012

Letztes Wochenende fand in den Räumlichkeiten des Coworking Cologne der sogenannte “Advance Hackathon” statt. Das von Medien NRW, Railslove und 9Elements initiierte Event hat etwa 80 begabten und motivierten Programmieren die Möglichkeit geboten, sich ein ganzes Wochenende lang eigenen Projekten zu widmen. Auch eine handvoll Dingfabrikanten war unter den Hackern des Hackathons. Mit LuaCrumbs, Eule und Hexabot sind 3 Projekte von Dingfabrikanten entstanden – auch ein viertes Projekt “Beats bauen” von Guido Lorenz war für den Dingfabrik-Kontext sehr interessant.

LuaCrumbs 3D-Visualisierung

LuaCrumbs ist ein Framework für FabLabs und offene Werkstätten, welches das Programmieren von Maschinen deutlich erleichtern soll. So sollen insbesondere auch Einsteiger die Möglichkeit haben, mit einfachen Skripten CNC-Maschinen, Laser-Cutter, Plotter, 3D-Drucker und weitere Maschinen zu programmieren. Das Framework ist seit Oktober 2011 in der Dingfabrik in Entwicklung. Beim Advance Hackathon hat wurde ein 3D-Modul für das Framework programmiert. Mit diesem Tool lässt sich jetzt ein 3D-Preview von LuaCrumbs-Skripten in einen WebGL-Browser anschauen. So kann man jetzt in Ruhe, zum Beispiel auch zu Hause oder unterwegs, an seinen Objekten arbeiten – bevor es beispielsweise in’s FabLab geht um diese Objekte zu realisieren. Link: http://www.nodepond.com/luacrumbs

luaCrumbs 3d

Eule

Die “Eule” ist ein Arduino-Drawbot mit Internet-Verbindung und einem einfachen WebInterface. Es lassen sich im Browser einfache Figuren Zeichnen, die nach Druck auf den Button “Eul it” auf den Drawbot übertragen werden. Link: https://github.com/lukas2511/Eule

eule bot

Hexabot

Der Hexabot ist ein selbstgebauter Roboter mit 6 Beinen. Vor dem Advance Hackathon konnte der Bot nicht richtig laufen, lediglich unkoordinierte Bewegungen der Motoren / Beine hat er gemacht. Nach dem Hackathon läuft der Bot auf seinen sechs Beinen und läuft und läuft – bis die Batterien leer gehen. https://github.com/lukas2511/Hexabot

hexabot

Beats Bauen

Guido Lorenz hat mit Python, OpenCV, Webcam, LEGO- und Hubelino-Steinen einen “physikalischen Stepsequencer” gebaut. Über die Erfassung des Webcam-Bildes werden MIDI-Daten erzeigt und an einen Musik-Client geschickt. Das Projekt hat nicht nur den ersten Preis bei dem Hackathon gewonnen, sondern hat auch bei den Dingfabrikanten für Interesse gesorgt. Wir haben bereits weitere Verbesserungen für den Code diskutiert. Link: https://github.com/superquadratic/beat-bricks

Share

1. Mai 2012  |    |  Misc,Mitglieder,Neues  |  » Kommentieren

Eulenküken suchen Namen

Mittlerweile ist auch das zweite Küken der Eulen geschlüpft. Nicht ganz einfach zu erkennen, aber von den ursprünglich 7 Eiern sind nur noch 5 zu sehen, die grauen Flecken dazwischen sind die beiden Küken!

Alle 2 Tage wird ein weiteres Küken schlüpfen. Der Altersunterschied wird sich später deutlicher zeigen. Wir hoffen auch sehr bald ein kleines Video von der Fütterung präsentieren zu können. Mehr dazu auf der Dingfabrik-Eulenseite.

Für die kleinen Federviecher werden noch Namenspaten gesucht! Wer mitmachen möchte kann 15 Euro spenden mit Betreff “Eulenküken” und dem Wunschnamen. Wer zuerst kommt, benennt zuerst. Die Spenden werden für Aktionen der Dingfabrik, insbesondere weitere Tier-Kameras zur Verfügung gestellt. Wenn alle 7 Namen vergeben sind ist Ende der Namensvergabe, unterstützt die Arbeit aber weiterhin. Der Rechtsweg und Trallala ist natürlich ausgeschlossen, Mitmachen dürfen alle, auch Mitglieder der Dingfabrik.

Update: Alle Namen sind vergeben.

Share

23. Apr 2012  |    |  Ankündigung,Neues,Tiere  |  » Kommentieren

Veranstaltungen im April

Folgende Veranstaltungen sind für April geplant:

Donnerstag 19.4 ab 19:30 – Technokratiebewegung, geplante Obsoleszenz & das Ifixit Manifest
Samstag 21.4 ab 15:00 – Repair Café Vol. 1  (im Solution Space, nicht in der Dingfabrik)
Dienstag 24.4 ab 19:00 – Stickmaschinenprogrammierung
Samstag 28.4 ab 16:00 – Gebärdensprache

 

Share

15. Apr 2012  |    |  Ankündigung,Vorträge,Workshops  |  » 1 Kommentar

Vortrag: “Geplante Obsoleszenz”

“Technokratiebewegung, geplante Obsoloszenz & das Ifixit Manifest – Daniel Düsentrieb zwischen Raubtierkapitalismus & sozialer Utopie”

Ein Vortrag mit anschließender Diskussion von und mit Wolfram Schwenzer.

Am 19.4. ab 19 Uhr in den Räumen der Dingfabrik, Deutz-Mülheimer-Str. 129, 51063 Köln

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei.

Mehr Infos gibt es auf der Veranstaltungsseite: http://dingfabrik.de/events/171/geplante-obsoleszenz/

Share

3. Apr 2012  |    |  Ankündigung,Vorträge  |  » Kommentieren

Textil Tag Review

Der Textiltag war ein voller Erfolg! 20 Besucher und Vortragende waren in der Dingfabrik. Nachdem sich die Meisten bereits zum Brunch eingefunden hatten wurden die Themen vorgestellt. Stickmaschine, Strickmaschine, Bleichen, Flockdruck, Arduino Lilypad, Nähmaschine, Overlocknähmaschine und zu guter Letzt wurde auch Plissee gezeigt.

Die Planung für den nächsten TextilTag laufen bereits. Wer will kann an habo auch schon Wunsch-Themen einreichen oder selbst einen Kurz-Vortrag angeben.

Share

29. Mrz 2012  |    |  Misc,Vorträge  |  » Kommentieren

Die Dingfabrik beim Wochenendmarkt The Market CGN

Die Dingfabrik präsentiert sich auf der Veranstaltung “The Market Cologne” in Köln-Ehrenfeld. “The Market” ist ein Wochenendmarkt für grünen Lifestyle in gemütlicher und inspirierender Atmosphäre darf gebummelt, entdeckt, erfahren, diskutiert und gehandelt werden. Flankiert werden die Präsentations- und Verkaufsstände von einem ansprechenden Rahmenprogramm – Bühne und Musikprogramm inklusive. Alles an dem Wochenende dreht sich um die Themen Design, Textil, Produkte, Do-it-yourself, Handmade, Upcycling, Musik, Food, Drinks und mehr. Da darf die Dingfabrik natürlich nicht fehlen.

The Market, 24. und 25. März 2012, Köln-Ehrenfeld. Vogelsanger Straße 231. Auf dem Gelände des Jack in the Box e.V.. Weitere Details auf der TheMarket-Webseite.

Share

22. Mrz 2012  |    |  Ankündigung  |  » Kommentieren

Taschen tackern (nähen) in der D!F

Gut, zugegeben ist die Herstellung nun schon echt ne Weile her und mittlerweile sind die Taschen schon ne ganze Weile im Dienst, aber das soll jetzt garnicht weiter stören. Hier also eine kleine Inspiration, coole Sachen in der Dingfabrik zu nähen!
Alle Bilder kann man übrigens auch hier sehen:
http://www.flickr.com/photos/dingfabrik/sets/72157625695223378/

 

photo

/* Alles bereitgelegt, es kann also losgehen... */

 

Grundlagen

photo

/* Schematische Darstellung: v,s,d und h-teile einer Tasche */

Also nähen jetzt, ne? Wie geht n das eigentlich? Ach, im Grunde ist das nicht schwierig. Ich mache das immer so: erst einmal werden die Hauptteile einer Tasche festgelegt, so wie man es auf dem Bild unten sieht:

Da gibt es also drei Hauptteile – Vorderteil (v), Seitenstreifen (s) und Hinter- ;) bzw. Deckelteil (h,d), jeweils mit Innen- und Aussenseite. Mit anderen Worten, eine Tasche besteht bloss aus drei Rechtecken. Der Rest sind Spielereien, die man mehr oder weniger aufwändig und detailliert ausführen kann.

Für alle für die Nadel und Faden Neuland sind: Die Rechtecke bestehen aus zwei Lagen Stoff. Diese werden am Rand fast komplett zusammengenäht, so dass bloss noch ein 3-4 Finger breites Loch bleibt. Dann das ganze Ding durch dieses Loch umstülpen; die hässliche Naht verschwindet so im Inneren. Jetzt kann man die Kanten schön glattbügeln (Empfehlung des Hauses! Jaja bügeln, ich weiss, aber das bringt’s echt…) und dann zum Abschluss noch einmal sauber vernähen. Dann ist auch das olle Loch zu. Na also.

 

Deko, Details und Innentaschen – Reihenfolge checken ist angesagt

Und damit wären wir schon beim Salat, ich hab es nämlich gerne trickreich. Man muss nun wissen, dass v,s,h und d jeweils aus einem Innenfutter und einer schicken Aussenseite bestehen. Die Aussenseite hat hier nun eingenähte Muster, die Innenfutter tragen gleichzeitig die Innentaschen. Man muss die Innentaschen auf jeden Fall ganz am Anfang an das Futter tackern, damit man sich anschliessend keine Nähte von aussen angucken muss. Datt sähe ja irgendwie nicht so *pro* aus.

 

photo

/* Muster entstehen, hier von innen gesehen... */

 

Ähnlich läuft es bei dem Aussenmuster. Ich hab mich bei der einen Tasche für ein Durchkreuzen des schwarz-weissen Musters mit roten Streifen entschieden. Bei der anderen im Grunde genau so, bloss dass erst noch ein Streifenmuster aufgesprüht wurde. Autolack und Kreppband lassen grüßen. Mieft etwas, aber nur etwa einen Tag lang. Danach hält die Farbe locker bis zum Tod der Tasche (getestet bei meiner Grobian-Art). Das eintackern der farbigen Streifen dauert dann etwas und ist mit reichlich Umklappen und glattbügeln verbunden, aber der Effekt am Ende spricht wohl für sich. Mir gefällt’s jedenfalls :)

photo

/* Was gut ist für Autos, ist für urbane Mode gerade recht... */

 

In diesem Stadium soll man auch daran denken, kleine Details wie etwa Fahrradlichtanklemm-Bänder oder die Deckel-Gurtstrapsen mit den Clips anzubringen. Ach ja, beim s-Teil lasse ich hier gerne die beiden kurzen Enden offen. Da kommt dann später der Schultergurt rein.

 

Rechtecke dichtnähen

Der nächste Schritt ist dann relativ übersichtlich. Man klatscht jeweils die Innen- und Aussenteile mit den Sichtseiten aneinander und baut mit der oben beschriebenen Rechtecks-Technologie ein v,s,h oder d-Teil.

photo

/* der v-Teil, mit Innentasche */

 

Assembly

Wenn man die ganzen Details in der richtigen Reihenfolge zusammengebracht hat, hat man eigentlich schon gewonnen. Es sei denn, man verfügt über eine Nähmaschine, die nicht mit 6-10 Lagen fest gewebtem Stoff umgehen kann, die entstehen nämlich mal gerne bei so x-fach umgeschlagenen, eingenähten Mustern. Für die Schätzelein aus der D!F allerdings kein Problem, noch ein Grund also hier aufzuschlagen.

photo

/* Da wo die Fransen sind kommen gleich die Schultergurte rein */

 

photo

/* das Ziel kommt näher... */

 

Als letztes wird dann der Gurt in die offenen Enden vom s-Teil genäht und zack-bumm hat man ein Unikat von Tasche zur Verfügung.

Also, ab in die Dingfabrik und super Sache machen!

Viel Spaß! Yours truly,

BBFish

 

photo

/* Tasche Nr.1 */

 

photo

/* Tasche Nr.2 */

 

 

 

 

Share

20. Mrz 2012  |    |  Misc  |  » Kommentieren