Review: ArduinoDay 15

Es war ein toller Tag mit euch !

Mehr als 30 Arduino Begeisterte trafen sich zum ArduinoDay 2015 in der DingFabrik, um gemeinsam zu programmieren und sich über Projekte und Technologien auszutauschen. In gemütlicher Atmosphäre wurde programmiert, viel geklönt und über die aktuellen Projekte gesprochen, die teilweise auch ausführlicher vorgestellt wurden.

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Leif stellte uns den Prototypen seiner Laserharfe vor. Durch Unterbrechung der Laserstrahlen werden Midi-Signale generiert, die er über eine Steuerung je Laser individuell beeinflussen kann. Beim nächsten Robodonien will er uns dann auf dem endgültigem Instrument, für das neben dem endgültigen Design noch weitere Features geplant sind, etwas vorspielen. An den kleinen Synthesizer von Martin angeschlossen konnten schon beeindruckende Töne erzeugt werden.

Martin experimentierte mit der Mozzi Library, mit der sich auf dem Arduino interssante Sounds generieren lassen. Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit dem Spiro-Plotter von Peter. Zwei unabhängig voneinander drehende Schrittmotoren zeichnen grafische Muster, die ja nach Drehgeschwindigkeit oder Richtungswechsel immer wieder interessante Zufallsmuster zu Papier bringen.

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Birgit und Daphne arbeiteten an der Steuerung eines Schrittmotorsatzes der über Arduino mit der GRBL Library gesteuert wird. Die Schrittmotoren werden später in eine Selbstbaufräse eingesetzt, die ebenfalls momentan in der DingFabrik im Rahmen eines Workshops aufgebaut wird.

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Katrin, Marcel, Raoul und sein Vater bauten einen MakeBlock zusammen, der sich über die Arduino IDE aber auch über Scratch programmieren lässt. Raoul hatte viel Spaß beim Zusammenbau aber auch nachher beim Spielen mit dem per Infrarot Fernbedienung steuerbaren Roboter.

saleae_logicReinhard stellte den Logikanalyser von Saleae vor, aus seiner Sicht ein absolutes Must-Have für die Werkzeugkiste. Mit dem frei verfügbaren Programm Logic, das auf Windows, Linux und OSX läuft, lassen sich sehr einfach Logigsignale an den Arduino Ports analysieren.

Am Schluss durften sich alle Besucher noch über die Preise der Verlosung freuen. Die Firma Watterott sponsorte unseren ArduinoDay mit Wattuino pro Mini und Nanite. Diese Module und die von O’Reilly gespendeten Bücher, darunter u.A  Erik Bartmann – Die elektronische Welt mit Arduino entdecken und Das Sensor-Buch von Kimmo Karvinen fanden in der Verlosung neue Besitzer.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag. Wir freuen uns jetzt schon auf den ArduinoDay16, wo wir ganz sicher wieder dabei sein werden.

Foto Impressionen

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29. Mrz 2015  |    |  Misc,Review,Workshops  |  » Kommentieren

Arduino Day 2015 in der DingFabrik

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Auch in diesem Jahr zum 11-jährigen Geburtstag von Arduino wollen wir uns in der DingFabrik treffen zum klönen, hacken, coden, experimentieren, lernen, lehren und, und, und …

Bringt eure Arduinos und eure Bastelkisten mit. In lockerer Atmosphäre wollen wir aus den mitgebrachten Sachen in kleinen Gruppen nützliches, witziges,  blinkendes, tönendes, messendes, rotierendes, fahrendes oder, oder, oder … bauen und coden. Die Werkzeuge der Dingfabrik stehen uns dabei zur Verfügung.

11:00 Ankommen und Kennenlernen
12:00 – 12:30 Ideen sammeln und Gruppenfindung
12:30  Auf geht’s, Realisierung der Projekte
19:00  Abschlußpräsentation der Projekte
20:00 Ende der Veranstaltung

Zwischendurch wollen wir durch kleine Vorträge über Technik und Projekte den Tag auflockern. Hier seid ihr gefragt: wollt ihr etwas präsentieren?

Willkommen sind alle Arduino Begeisterten und die, die es werden wollen, ob Anfänger oder alter Hase  ist vollkommen egal. Wir teilen unsere Begeisterung für Arduino und wollen voneinander lernen.

Auf Facebook könnt ihr eure Teilnahme ankündigen https://www.facebook.com/events/599858453482803/

10. Mrz 2015  |    |  Ankündigung,Dorkbot,Workshops  |  » 2 Kommentare

Ding des Monats 11/2012 – Biofeedback mit Arduino

Vorstellung eines Gerätes zur Messung der Herzfrequenzvariablität und Auswertung

Arduino Pulsmonitor mit Excelauswertung (1)

Arduino Pulsmonitor mit Excelauswertung (1)

Die Idee

Die Idee für dieses Projekt entstand nach der Teilnahme an einem Gesundheitsworkshop, auf dem ich erfuhr, dass aus der Asymmetrie des Herzschlags beim Ein- und Ausatmen (Respiratorische Sinusarrhythmie) auf den Stresslevel und die Erholungsfähigkeit geschlossen werden kann (Herzfrequenzvariabilität, Alles über …). Auf dem Markt  sind kommerzielle Produkte erhältlich (Stresspilot), haben aber auch ihren Preis, ein Selbstbau ist mit geringem Aufwand möglich und auch für den Hobbyelektroniker machbar. Die Recherche nach der Messbarkeit der Herzfrequenz führte mich über die Webseiten von Felix Opatz und  Embedded Lab, auf denen das Messprinzip erläutert wird und verschiedenen Versuchsaufbauten auf dem Steckbrett zu einer Schaltung als Kombination der Vorschläge der vorgenannten Webseiten.

Schaltungs- und Platinenentwicklung

Nach ersten Versuchen, den benötigten Sensor nach dem Verfahren der Pulsoxymetrie  diskret aus IR-LED und Fototransistor bzw. aus einer Gabellichtschranke aufzubauen, wurde aus Gründen der besseren Tragbarkeit doch auf ein kommerziell erhältliches Produkt zurückgegriffen (Cardio Ohrclip).

Pulsmesser auf dem Steckbrett

Die Schaltung wurde zunächst auf dem Steckbrett aufgebaut und optimiert. Die finale Schaltung wurde in Eagle erstellt und layoutet und auf einer doppelseitigen Leiterplatte als Shield für den Arduino realisiert. Die Platine wurde im Fotopositivverfahren belichtet und mit Natriumpersulfat in einer selbst gebauten Küvette geätzt. Eagle Layoutdaten stehen zum Download bereit.

PulsMon Shield auf einem Arduino Uno

Funktionsprinzip der Schaltung

Im verwendeteten Cardio Ohrclip befindet sich eine IR-LED und ein Fototransistor. Die IR-LED sollte ursprünglich mit einer Konstantstromquelle betrieben werden. Bei vermeintlich konstanter Spannungsversorgung über USB – wie hier aus dem Arduino – ist der Betrieb leider nur über einen Vorwiderstand (180R) auch ausreichend stabil. Die IR-LED wird damit bei 20mA betrieben. Das reflektierte Licht der LED wird mit dem Fototransistor detektiert, über den Kollektorwiderstand abgegriffen und zunächst über einen passiven Tiefpass (Fg=4,8Hz ) geleitet und mit einem Spannungsfolger gepuffert. Es folgen zwei Bandpässe bestehend jeweils aus passivem Hochpass und aktivem Tiefpass (Fg=0,72Hz-2,34Hz ) mit dazwischen geschalteter Abschwächung. Beide Verstärkerstufen haben eine Verstärkung von 46x. Ein Komparator mit Hysterese sorgt für eine Digitalisierung des Signals.  Das Signal wird auf einen Digitaleingang des Arduinos gelegt. Möglicherweise ist bei anderen Cardio Clips eine Anpassung des Arbeitspunktes und / oder der Verstärkung durchzuführen. Die Spannung am Kollektor des Fotowiderstands sollte etwa 1,6 – 2V betragen (Gleichlichtanteil). Das nutzbare Signal ist zwischen den Verstärkerstufen ca. 100mV-pp. Über den Trimmer wird die Verstärkung so eingestellt, dass die LED im Rhythmus des Herzschlags auf ihre maximale Helligkeit kommt. In den meisten Fällen reicht die Einstellung auf maximales Signal aus. Manchmal muss man ein wenig suchen, bis man die richtige Stelle am Ohrläppchen gefunden hat.

Gehäuse

Das Gehäuse wurde in Inkscape designt und in 3mm Pappel Sperrholz auf dem Lasercutter hergestellt. Download Inkscape Datei

Das Programm

Im Arduino Programm wird die Zeitspanne zwischen den fallenden Signalflanken gemessen und als Pulsrate und deren Mittelwert der letzten 10 Messungen auf dem LCD Display ausgegeben. Mit der Excel Tabelle im Programmpaket können die Daten grafisch dargestellt werden. Zusätzlich bietet die Tabelle Auswertungen im Sinne der HRV-Therapie. Die Kommunikation von Excel zum Arduino übernimmt  PLX-DAQ, das, je länger ich mich damit beschäftige immer mehr zu einem meiner Lieblingsprogramme wird.

Excel Auswertung Pulsmessung (2)

Excel Auswertung Pulsmessung (1)

Excel Auswertung Pulsmessung (2)

Die Auswertung der Messungen ist mit Excel sehr gut möglich. Hier oder hier wird gezeigt, was mit einem kommerziellen Gerät auswertbar ist, in der Excel Tabelle ist ein Teil dieser Auswertungen realisiert. Das Arduino Programm hat verschiedene Möglichkeiten der Datenausgabe. Beispiele zur grafischen Darstellung werden im readme.txt des Arduino Programmpaketes beschrieben.

Da keine Interaktion mit dem Arduino Programm erfolgen muss, kann das Gerät an jedem Computer mit USB Anschluss betrieben werden. Lediglich der Treiber für die USB Schnittstelle des Arduino muss auf dem Rechner installiert werden. Das Programm erkennt automatisch, ob PLX-DAQ und Excel genutzt wird, alternativ können die Messwerte über ein Terminalprogramm (z.B. HTerm, CuteCom o.ä.) dargestellt werden.  Als weitere Software zur grafischen Darstellung der Daten ist auch StampPlot geeignet. Eine Lite-Version ist auch verfügbar. Für nicht kommerzielle Anwendung sind diese beiden Programme kostenlos.

Grafische Darstellung mit StampPlot Pro

StampPlot Lite

An zwei Punkten der Schaltung werden die analogen Spannungspegel abgegriffen und auf die AD-Wandlereingänge A0 und A1 des Arduino geführt. Damit sind Realtime-Messungen des Arbeitspunktes des Fototransistors und des Signals zwischen den beiden Verstärkerstufen mit dem Programm lxardoscope möglich. Das Arduino Programm hat dafür eine eingebaute Diagnose Routine. Die Aktivierung ist in der readme.txt beschrieben.

Messung der analogen Signale an A0 und A1 mit lxardoscope

Messung der analogen Signale an A0 und A1 mit lxardoscope

Fragen zum Gerät und zur Software beantwortet euch Reinhard.

19. Nov 2012  |    |  Ding des Monats  |  » Kommentieren